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Tschetschenien und die umliegenden Länder    Landkarte Tschetschenien   

 

Landkarte Tschetschenien und umliegende Länder

 

   Landkarte Tschetschenien
Landschaft in Tschetschenien

 

Wasserstelle in Grozny
Landschaft in Tschetschenien    wasserstelle in Grozny

 

 

 

 

Grozny - Bilder einer zerstörten Stadt

Grozny - Bilder einer zerstörten Stadt    Grozny - Bilder einer zerstörten Stadt
Grozny - Bilder einer zerstörten Stadt    Grozny - Bilder einer zerstörten Stadt

 

Der Kaukasus

Geographische Abgrenzung

Die als Kaukasus bezeichnete Region zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, der Osteuropäischen Ebene und dem vorderasiatischen Anatolien wird gewöhnlich in Nord- und Transkaukasus untergliedert. Letzterer umfasst die GUS-Republiken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Der Nordkaukasus bildet somit eine Grenzregion zu drei besonders konfliktgeladenen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Die Vorgebirge im Norden werden vom eigentlichen Kaukasusmassiv unterschieden und durch ein Plateaugebiet um Stavropol in die östliche Nogai-Steppe mit ungünstigen Boden- und Klimaverhältnissen und die westliche Kuban-Steppe unterteilt. Dies ermöglichte zu Sowjetzeiten aufgrund ihrer fruchtbaren Böden und des milden Klimas eine ertragreiche Landwirtschaft und die Ansiedlung von Industriebetrieben. Daraus erklären sich die teilweise starken Entwicklungsgefälle zwischen den einzelnen Nordkaukasus-Republiken (Adygeija, Karatschai-Tscherkessien, Kabardino-Balkarien, Nordossetien, Inguschetien, Tschetschenien und Daghestan; außerdem gehören die Regionen Krasnodor und Stawropol zum Nordkaukasus.) Übertroffen wird die geographische Vielfalt von der Anzahl der verschiedenen Ethnien. 

Ethnische Vielfalt

Nicht umsonst wird der Kaukasus häufig als „der Berg der Sprachen“ bezeichnet. Auf einem Gebiet von etwa 440.000 qkm leben über 40 verschiedene Volksstämme. Besonders stark ist diese ethnische Vielfalt im Nordkaukasus ausgeprägt. Zahlreiche Ethnien hinterließen hier ihre Spuren: von Skythen, Hunnen, arabischen und türkischen Völkern bis hin zu Krimtartaren und russischen Kosaken. Die Einwanderer trugen zu einer immer stärkeren Differenzierung der ohnehin schon komplexen ethnischen Struktur der autochthnonen Bevölkerung bei. Eine mögliche Einteilung kann nach Sprachgruppen erfolgen: Im Nordkaukasus trifft man auf indoeuropäische (z.B. Russisch, Ossetisch) und kaukasische Sprachen (letztere mit zahlreichen Untergruppen) sowie auf Altai-Völker (turksprachig). Am größten ist die sprachliche Vielfalt in Daghestan, wo allein 12 „Staatssprachen“ existieren. Hinzu kommen kulturelle und religiöse Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern, die hier auf engstem Raum zusammenleben.

Mehr zum Thema: Der Kaukasus - Berg der Sprachen - Geschichte der kaukasischen Sprachen [pdf 24 KB]

 

 

 


 

 

 

 

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© G. Braun, Interkulturelles Forum e.V., 2002