Nachrichten aus Tschetschenien
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Hohe Strahlenbelastung nahe Grosny entdeckt netzeitung.de 16.12.2005 Durch eine falsche Lagerung radioaktiver Materialien sind in Tschetschenien möglicherweise zahlreiche Menschen verstrahlt worden. Die Behörden sprechen von einer «katastrophalen Situation» Wegen unsachgemäßer Lagerung von Nuklearmaterial sind die Bewohner der tschetschenischen Hauptstadt Grosny möglicherweise einer massiven Strahlenbelastung ausgesetzt worden. Wie die russische Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, überschritt die Strahlung an dem Lagerplatz einer Chemiefabrik nahe Grosny die Norm um das 58.000-fache. Dies sei etwa die Hälfte des Wertes, der nach der Tschernobyl-Katastrophe am dortigen Atomkraftwerk gemessen worden sei, berichtete der staatliche Fernsehsender Rossija. Der tschetschenische Generalstaatsanwalt Waleri Kusnetsow sprach von einer «katastrophalen radioaktiven Situation». Es befänden sich 27 bis 29 unkontrollierte radioaktive Teile auf dem Gelände der Fabrik, die zu einem staatlichen Öl- und Chemieunternehmen gehört. Die Strahlung stelle eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Die tschetschenische Justiz leitete Ermittlungen ein. Wladimir Sliwjak von der Umweltgruppe Ecodefense in Moskau sagte, wer sich solch hohen Dosen Radioaktivität länger als einige Minuten aussetze, könne binnen Tagen oder Wochen sterben. Radioaktive Materialien würden in der russischen Industrie häufig verwendet, sagte der Umweltschützer. Zudem sei zu befürchten, dass tschetschenische Aufständische sich strahlendes Material besorgten, um eine so genannte Schmutzige Bombe bauen zu können. (nz)
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