Nachrichten aus Tschetschenien

 

Georgien: Saakashvili attackiert tschetschenische Frauen

Nachdem Georgiens Präsident Saakashvili in Südossetien nicht vom Glück verfolgt wurde, entschied er sich nun, seine Widerstandsfähigkeit an tschetschenischen Frauen und Kindern zu demonstrieren, auf die er seine Truppen losschickte.

Vertreter von Menschenrechtsorganisationen zeigten sich empört über die Aktionen auf rechtliche Anordnung von Seiten Georgiens während der Strafaktion im Pankisital, in dem tschetschenische Flüchtlinge leben. Der tschetschenische Menschenrechtsaktivist Aslanbek Abdurzakov sagte,
"Männer mit Gesichtsmasken brachen ohne Erklärungen in die Häuser der Flüchtlinge ein." Er sprach von 12 Personen, die festgenommen wurden. 

Mit Hilfe des UN-Flüchtlingskomitees und einer Reihe von georgischen Menschenrechts-organisationen versuchen deren Verwandte den Grund der Festnahmen und ihren Aufenthaltsort herauszufinden. Menschenrechtsaktivisten berichteten, dass es während der Hausdurchsuchungen "Fälle gab, wo es nicht nur zu Beleidigungen kam, sondern über Frauen hergefallen wurde und sie verprügelt wurden. 

Inzwischen teilte der Leiter der Menschenrechtsorganisation "Ehemalige politische Gefangene für Menschenrechte" Nana Kakaibadze Journalisten mit, dass etwa 20 Personen am Dienstag von der Polizei festgenommen wurden, von denen vier wieder freigelassen wurden. Kakabadze berichtete, dass mehrere Frauen während der Duchsuchungsaktion von Maskierten brutal geschlagen wurden. Die Überfälle begannen gegen 4 Uhr morgens fast in allen Dörfern des
Pankisitals. Die georgischen Sicherheitsorgane waren dabei beteiligt. (Einige sprachen von einer gemeinsamen Operation zusammen mit russischen Sicherheitskräften). Etwa 20 Personen wurden verhaftet. Alle von ihnen sind gebürtige Tschetschenen. Soweit die Identität der in Haft genommenen festgestellt werden konnte, handelt es sich dabei um folgende Personen:
Hasan Akuyev (aus dem Dorf Duissi), Aslanbek Umarov (Dorf Khalatsan), Lechi Musikhanov, Zainuddi Saidov (Dorf Jokolo), Aliko Borchashvili, Yusup Borchashvili (Brüder aus Jokolo), Abumuslim Ahmedov (von Khalatsan), Magomed Aziyev (Duisi), Salamu Yahiyev (Duisi), Alsanbek Musikhanov und Daud Morgashvili. 

Die Durchsuchungen waren begleitet von brutalem Schlagen von Familienmitgliedern. Zehn Frauen wurden mit Schlagstöcken verprügelt, vier davon befinden sich in einem ersten Zustand. Bei einer von ihnen, die schwanger ist, besteht die Gefahr einer Fehlgeburt. Des weiteren wurden die Frauen auf sadistische Weise von den Maskierten mit Füßen getreten. Alle verbargen ihre Gesichter hinter den Masken. Als eine bemerkenswerte Tatsache sei hier noch festgestellt, dass die Razzien und die Verschleppung von tschetschenischen Siedlern direkt nach einem Israelbesuch von Präsident Saakashvili durchgeführt worden sind. Zudem ist der georgische Präsident ebenfalls in Kürze auf dem Weg zu einem Besuch in den USA.

Übersetzung aus dem Englischen 

(Quelle nicht bekannt)


 

 

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© G. Braun, Interkulturelles Forum e.V., 2002