Nachrichten aus Tschetschenien
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Tschetschenischer Präsident vor dem Europarat Yahoo-Nachrichten Deutschland, Donnerstag 7. Oktober 2004 Straßburg (AP) Der neue Präsident von Tschetschenien hat im Straßburger Europarat eine optimistische Beurteilung der Lage in der Kaukasus-Republik abgegeben. Die Situation verbessere sich, sagte Alu Alchanov nur zwei Tage nach seiner Vereidigung am Donnerstag vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. So sei die Zahl der Geiselnahmen in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Das von Alchanow gezeichnete Bild steht allerdings in scharfem Gegensatz zu einem Bericht der Versammlung, wonach die Menschenrechtslage in Tschetschenien weiterhin als katastrophal zu bewerten ist. Der 36 Seiten umfassende Bericht kommt zu dem Schluss, dass sowohl die tschetschenischen Rebellen als auch russische und örtliche Sicherheitskräfte für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich seien. Alchanow wurde am 29. August mit Unterstützung der Moskauer Regierung zum Präsidenten gewählt, nachdem sein Vorgänger einem Mordanschlag zum Opfer gefallen war. Da Moskau nach der Auflösung der Sowjetunion die Unabhängigkeitserklärung Tschetscheniens nicht anerkennt hat, gehört die Republik weiter zur Russischen Föderation. Trotz zweier Kriege gegen die Unabhängigkeitsbewegung kommt es weiter nahezu täglich zu Anschlägen.
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© G. Braun, Interkulturelles Forum e.V., 2002