Nachrichten aus Tschetschenien
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Überfall auf tschetschenische Flüchtlingscamps in Inguschetien Am Donnerstag wurden Strom, Gas und Wasser des Camps gesperrt und den Flüchtlingen angeordnet, das Territorium des Camps innerhalb von zwei Tagen zu verlassen oder es würde niedergebrannt werden, sagte Isayeva dem Radiosender. Versuche, von den lokalen Behörden Informationen zu bekommen, waren erfolglos. Nachdem ein Beamter der inguschetischen Migrationsbehörde eine Beschwerde einer Flüchtlingsfrau erhielt, empfahl er ihr, „nach Tschetschenien zurückzukehren“, hinzufügend, dass es nichts gäbe, was er tun könne. Von einem nahe gelegenen, anderen Camp wurde ebenso gemeldet, dass es bedroht wurde, sagte Isayeva. "Jene Bewohner des Lagers, welche man gehen lies, flüchteten zu ihren Verwandten und kamen nicht mehr zum Camp zurück“, stellte sie fest. Vom Büro der Stadt, in dem Frauen des Camps „Altiewo“ auftauchten, „bekamen sie keine Informationen und wurden weggejagt.“ Die Flüchtlinge entschieden sich, sich mit einem Ansuchen an sämtliche Organisationen zum Schutz der Bürgerrechte zu wenden, sie in andere Regionen Russlands ziehen zu lassen, berichtete Isayeva. Ein Ultimatum, innerhalb von zwei Tagen das Gelände zu räumen und Inguschetien zu verlassen wurde ebenso Bewohnern des „Lagovaz“-Camps in Nazran ausgesprochen, berichteten Flüchtlinge. Obwohl offiziell das letzte große tschetschenische Flüchtlingszeltlager in Slepzovskaja in Inguschetien vor kurzem geschlossen wurde, leben immer noch tausende Flüchtlinge in Barackensiedlungen, Kuhställen und stillgelegten Fabrikgeländen weitgehend ohne Unterstützung und Alternativen.
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© G. Braun, Interkulturelles Forum e.V., 2002