Projekte in Tschetschenien

 

Projektname Let´s save this generation -  Spasiom pokolenie
Projektbeginn Juli 2002
Projektende derzeit laufend
Kurzbeschreibung

Spasiom pokolenie - "Let´s save this generation". Die örtliche tschetschenische junge Organisation gründete sich im Jahr 2002 und kümmert sich um die mehr als 5.000 behinderten Kinder und jugendlichen Minenopfer. Sie ist unsere Partnerorganisation seit Juli 2002. 

Bisherige gemeinsame Projekte waren die Renovierung der Zentrumsräume in Grozny, die Anschaffung eines Minibusses durch Sternstunden e.V., die Organisierung einer Milchversorgung und vieler einzelner Individualhilfen (Operationen, Lebenshilfen für Witwen mit behinderten Kindern, Waisenkindern), die durch Spenden finanziert wurden. 

Wir bitten um Spenden

Stichwort: "Let´s save" Tschetschenien
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 700 205 00, Konto: 88 577 00

Spenden sind gegen Erhalt einer Spendenquittung steuerlich absetzbar.

Wir sagen dankeschön  


"Spasiom pokolenie“ wurde im Jahr 2002 gegründet und betreut tschetschenische Jugendliche und Kinder, die Opfer von Minen wurden. In Tschetschenien gibt es ca. 10.000 Minenopfer, davon sind ungefähr 4.000 Kinder. Mit Hilfe von Spendengeldern u.a. vom Interkulturellen Forum gelang es uns, in dem Haus in Grozny, in dem sich das Zentrum "Frauenwürde“ befindet, auch dieser Organisation Räume bereitzustellen, die wir renovieren ließen.

In den Erdgeschossräumen arbeitet die junge Organisation mit mehreren Gruppen von Jugendlichen und Kindern, die aufgrund von Minenunfällen mit Behinderungen leben müssen. Sie werden dort psychologisch betreut, bekommen Rehamöglichkeiten und Unterricht in verschiedenen Bereichen. Einer der Räume dient als Musikzimmer, ein weiterer als Sportraum, im dem u.a. eine Tischtennisplatte aufgestellt ist. 

Außer diesem Zentrum gibt es in ganz Tschetschenien kaum eine Möglichkeit, in dem sich diese Jugendlichen aufhalten können, Zuwendung erfahren und ihre Freizeit verbringen können. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche besuchen regelmäßig dieses Zentrum. Außerdem dient das Haus auch als Anlaufstelle für die Kinder und deren Eltern, die durch Minen geschädigt wurden. Zarema Sadulajewa, die Leiterin des Zentrums erzählte vor kurzem, dass sich allein im Monat April elf neue Kinder mit Minenunfällen aus dem Stadtteil und der Umgebung bei ihnen gemeldet haben.

Nach wie vor ist die Situation mit den Minen dramatisch. Man geht von 500.000 Landminen aus, die im Land verstreut liegen. Jedes Jahr passieren tausende von neuen Unfällen. Ein Teil der Arbeit von „Spasiom pokolenie“ ist daher auch eine umfassende Aufklärungskampagne. Mittlerweile wird die Organisation auch von Handicap international e.V. unterstützt, die den Opfern v.a. im medizinischen Bereich (Prothesen etc.) Hilfe zukommen lässt. Mit Hilfe von Ausbildungsmaßnahmen sollen den Kindern neue Zukunftsperspektiven eröffnet werden. 

Durch eine großzügige Unterstützung der Hilfsorganisation Sternstunden e.V. gelang es uns im November 2002, einen Minibus für die Organisation und die Kinder zu kaufen. Dies bedeutet eine große Erleichterung für sie. Seit dieser Zeit fährt der Bus täglich bis zu 200 km. Jeden Tag werden zwei Gruppen von Kindern und Jugendlichen von zu Hause abgeholt und ins Zentrum gebracht und zurück. Der Bus ermöglicht es den Kindern außerdem, Ausflüge und Gruppenfahrten zu unternehmen. 

In Kürze wird ein Computerprojekt zum Einsatz kommen. Mit Hilfe einer Spendenaktion des Vereins Südwelt e.V. aus Bozen gelang es, sechs Computer und Compputerschulung für die Jugendlichen im Zentrum zu finanzieren. Handicap international e.V. hilft bei der Duchführung dieses Projekts. Das neue Angebot wurde von den Kindern und Jugendlichen des Zentrums mit großer Begeisterung aufgenommen. 

Regelmäßig werden Spendengelder vom Interkulturellen Forum an diese Organisation abgegeben, um die tägliche Arbeit zu finanzieren. So z.B. wurden einzelne Operationen gezahlt, Feste damit organisiert und einzelnen Kindern mit Minenunfällen in extrem schwierigen finanziellen Situationen geholfen (z.B. Islam Sarmaev, einem 17-jährigen Jungen aus Grozny, der bei einem Minenunfall im Jahr 2002 einen Fuß, einen Arm und ein Auge verlor. 

Islam hat keine Eltern mehr und lebt bei seiner alten Großmutter, die uns mitteilte, dass es in ihrem Haus durchs Dach regnete und sie oft keine Kopeke hat). 

Gegenüber dem Zentrum konnten wir außerdem 5 Kühe kaufen, von dessen Milch die Kinder von "Spasiom pokolenie“ jeden Tag ein Glas erhalten oder von der ein Brei für alle gekocht werden kann. Kaum jemand in Grozny hat die finanzielle Möglichkeit, sich Milch zu kaufen. Im Geschäft kostet Milch etwa genau soviel wie in Deutschland. 

Wer keine eigene Kuh hat, kann sich dies einfach nicht leisten. Mit der Anschaffung der Kühe (die mittlerweile bereits fünf Kälbchen geboren haben) soll die Ernährungslage der Kinder verbessert werden. Außerdem ist der psychologische Effekt dabei nicht zu unterschätzen: Neues Leben tritt ein in die Stadt. Jedes neue Kälbchen wird begrüßt und bekommt einen eigenen Namen.

 

 

März 2002

Links: Islem Sarmaev aus Grozny. 
Rechts: Islems Großmutter, bei der er lebt.

Die beiden werden aus Spendengeldern versorgt.

 

 

Januar 2003

Links: Chawaschi Magomajew, 19 Jahre
Mitte: Zeiniddin Moldajew, Sportlehrer. Er arbeitet mit den Kindern schon seit einem Jahr.
Rechts: Alichan Osmanow, 16 Jahre. Er trägt eine Bein- und eine Armprotese und spielt als Torwart im Fußballteam.

Das Fußballteam von Grozny gewann im Dezember 2002 den 1. Preis im Invalidenfußball.

 

 

 

März 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Fünf der sechs Kinder nach der Rückkehr von einer notwendigen Augenoperation in Moskau, die durch "Augenlicht e.V." finanziert wurde.

 

März 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Im Zentrum bei den Lehrgängen am PC.

 

März 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Im Sportraum.

 

März 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Behinderte Kinder bekommen Massagen.

 

Mai 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Freizeitaktivitäten im Zentrum.

 

 

Mai 2005

Zentrum Spasiom pokolenie.
Freizeitaktivitäten im Zentrum.

 

 

Mai 2005

Der Minibus von Spasiom pokolenie - finanziert durch eine Spende von  Sternstunden.

 

 

Juni / Juli 2005

Spendengelder werden an Familien und behinderte Kinder verteilt, die in unsäglicher Armut leben. 

 

Juni / Juli 2005

Die letzte Verteilung von Spendengeldern an die Organisation "Let's save this generation".

                           


 

 

 

 

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© G. Braun, Interkulturelles Forum e.V., 2002